Freitag, 30. Januar 2009

Von gesegneten Tomaten und Gartenarchitektur...

Also wir planen ja schon seit längerem den bisher eher ungenutzen Rasenstreifen hinter unserer kleinen Datsche als Gemüsegarten zu nutzen. Patrick hatte diese gute Idee und Mo als Ausführende Kraft war auch sehr begeistert davon.

Gemeinsam mit seinem "Mitarbeiter" Uncel (genaue verwandschaftliche Verhältnisse konnten wir noch nicht klären vielleicht ist Uncel in Bangladesh auch ein gängiger Name....) also gemeinsam mit Uncel hat Mo diese Projekt dann umgesetzt.

Wir haben ja nun schon ein wenig Erfahrung mit den "Sender - Empfänger" Problemen und den unterschiedlichen Auffassungen von bestimmten Anweisungen. Mit ein paar Pantomimischen Einlagen, in der Rasen geritzten Linien und einfachen verbalen Anweisungen haben wir Mo und Uncle versucht zu verstehen zu geben, wie wir uns unseren Gemuesegarten vorstellen. Eben so wie man es aus den allseits beliebten Schrebergärten etc kennt. Man zieht eine kleine Rille in den Boden, streut die Samen hinein und streut wieder Erde drüber. Im Abstand von 10 cm wiederholt man das Ganze und am Ende macht man ein kleines Schild vor die ca Handtuch Große Fläche mit dem Namen der gerade gepflanzten Kreatur....
So sieht offensichtlich aber nicht ein Gemuesegarten in Bangladesh aus.... Mo's und Uncle's Verstaendnis von einem anstaendigen Gemuesegarten ist naemlich wie folgt...

Das hat also schon mal nicht geklappt... wir haben nur als Basis einen Sandacker...
Macht ja nix... als naechstes ging es weiter mit der Bepflanzung... auch hier wieder mit einer starken Bangladeshi Auspraegung. So werden Tomatensamen nicht einfach in den Boden gesteckt, gegossen und ab gehts... Nee... erstmal werden die Samen gesegnet!! Nachdem Mo und Uncle ca 10 Min andaechtig vor dem Samenhaufen gebetet und gesegnet haben was das Zeug haelt wurden die Samen in eine besonders schoene Ecke, direkt unter dem Wasserhahn "verteilt".
Die Ecke schien wirklich sehr fruchtbar zu sein, denn schon nach kurzer Zeit reckten unsere Heiligen Tomaten vorsichtig die ersten Triebe ans Tageslicht. Es war vorhersehbar das die gewaehlte Flaeche viel zu kein war fuer diesen Ansturm von heiligen Tomaten....
Also wurden unsere neuen Mitbewohner kurzfristig auseinander gesetzt... und ueber den kompletten Sandacker verteilt.... Hier wurde uns mal wieder schmerzlich klar, das Mo und Uncle nicht wirklich gute Gaertner sind und eigentlich gar keinen Plan haben.... aber was soll's mittlerweile sind sie uns ja schon ein wenig ans Herz gewachsen und wer will schon einen verspiessten Schrebergarten haben...

Aber wir haben auch gute Nachrichten, zwischen dem Tomaten Dschungel haben in aller Stille unsere Chilies die ersten Fruechte getragen. Wir sind voellig begeistert und auch ein wenig ueberfordert, wann sind Chilies eigentlich reif....??? Wir vermuten mal wenn Sie rot werden und es wird demnaechst mal ein ehrliches Chili Con Carne geben!!
Ausserdem haben wir auch unsere Radieschen entdeckt und bereits den ersten Salat damit zubereitet, schmeckt gleich doppelt so gut!!!
Wir sind gespannt was wir demnaechst noch so in unserem Garten finden, es soll sich auch Brokolie und Zuchini im Garten aufhalten... wir sind gespannt!!!

Freitag, 16. Januar 2009

Jahrestag

Wir haben doch tatsächlich das erste Jahr schon hinter uns ...

Heute genau vor einem Jahr hat uns Dubai mit einem Regen empfangen, den selbst wir Hamburger in dieser Form nicht kennen - und genau ein Jahr später ( und zwar G E N A U ) dürfen wir dieses Naturspektal nocheinmal erleben!!!

Mit "Freuden" können wir feststellen, dass Dubai noch immer nicht auf Regen eingestellt ist! Straßen verwandeln sich in Flüsse, Decken fallen in Häusern herhab und mit Erschrecken stellen wir fest, dass auch unsere Eingangstür nicht wirklich dicht ist....

Nachts um 23 Uhr war bei uns "Land unter"... allerding IM Haus! Mit 15 Badehandtüchern und 4 Feudeln sind wir den Wassermassen begegnet und konnten das Nass weitesgehend in die Flucht schlagen... oder zumindest des Hauses verweisen.

Folgende Regeln gelten nach solch einer Sturmnacht in Dubai:

1. Musst Du heute wirklich ins Büro oder kannst Du auch von zu Hause arbeiten ?
2. Du musst ins Büro ? fahre VOR 7hr los !!!
3. Fahre nur auf Hauptstrassen - Du musst auch auf Nebenstrassen fahren ? - dann schaue vorher, ob ein Auto an Dir vorbei schwimmt...
3. Sollte kein Auto an Dir vorbei schwimmen und du hast eine "Pfütze" vor Dir, achte darauf, dass immer einer vor Dir in die vermeindliche "Pfütze" fährt.... sie könnte sich als "Teich" entpuppen...
4. Wenn keiner vor Dir fährt und Du hast eine "Pfütze" vor Dir, lege es nicht darauf an und kehre um....
5. nimm immer etwas zu Lesen mit !!!!


Hätte ich die Regeln befolgt, hätte ich 6 Stunden gespart und gleich von zu hause aus gearbeitet...

Hier zu sehen, die Zufahrt zum Büro...: (Aufnahme mit Handy, daher bitte anklicken zum vergrößern... )

Hier Verstoß gegen Regel Nr. 4 :




Ansonsten sind wir überrascht wie schnell das Jahr vergangen ist, wieviel passiert ist, was wir alles geschaft haben, was wir alles nicht geschaft haben und dass es gekommen ist wie es kommen mußte, nämlich anders als erwartet!!

Sonntag, 11. Januar 2009

in Korea essen sie Hunde

... das ist ja nix Neues - aber hat man gewusst dass die Männer die Handtaschen der Frauen tragen und darauf auch noch stolz sind ???? ... dass die Frauen Mini-Röcke bei minus 10 Grad tragen ?





... dass Atemschutzmasken wegen Feinstaub-Belastung ein riesen Renner sind ?














... und dass Atemschutzmasken das Rauchen in keinster Weise behindern müssen ?

























...dass sich Pärchen Zimmer mieten, um darin Karaoke zu singen ... ?


... dass überall gegen oder für etwas demonstriert wird ? ( mit Gesang selbstverständlich )













... und dass das Wort "Mode" ein sehr dehnbahrer Begriff sein kann ... ?!!!!


Wie dem auch sei, wir haben die 5 Tage Korea bei Tim und Julia mit Begeisterung verbracht und bedanken uns noch mal riesig für die super Gastfreundschaft... Wir hätten nicht gedacht, dass Seoul solch eine interessante Stadt mit so viel Charackter ist - da kann ein künstliches Disney-World Dubai nicht mithalten.






Ein Palast aus dem 14ten Jahrhundert - das älteste Gebäude in Dubai ist von 1960...












Dass man in Korea Knoblauch zu sich nimmt war uns bewusst ---- dass es ein wenig mehr sein darf ebenfalls... dass das Essen dennoch super lecker ist, konnten wir am letzten Abend feststellen...



besten Dank nochmal für alles an Tim und Julia...

Samstag, 13. Dezember 2008

Mai Thai und Motorstorm

Nach einem Indien-Trip, kam uns Chrisch besuchen, wobei er das Feuerwerk in Mumbai nur knapp verpasste... Gutes Timing kann man da nur sagen !!!

Mütter hätten jetzt gefragt was habt ihr denn so gemacht in der Zeit ???
- ähh: " Mineralwasser und gearbeitet und Postkarten geschrieben "

weil Mütter natürlich nicht verstanden hätten:
- : " Playstation Guitarre Hero, Motorstorm, jede Menge Pils, sich über den HSV ärgern, in der Wüste Quad heizen, Voddi Mischen und Ipod Anlagen testen - hatte ich Bier schon ? "

Die Planung des lezten Abends wurde dem Umstand angepasst, dass Chrisch um 6:00hr zum Flughafen fahren musste. Plan war also:
1. gemütlich Essen gehen
2. orientalisches Flair
3. kein Alkohol
4. früh ins Bett

Punkt 3. wurde noch im Taxi revidiert zu 3a) nur ein Glas Wein, woraufhin eine neue Revision während des Essens folgte zu 3b) nicht so viel Alkohol. Um es vorwegzunehmen:
aus Punkt 3 und 4 wurde nix - wo kamen bloß die ganzen Mai Thai plötzlich her ? !!!

Es endete wie folgt:
- Rausschmiss aus der Bar, wegen Eiswürfel-Werfen

letzter Club dann so:

Dann so:



... und dann schliesslich so :


Was für ein Desaster !!! Eine nette Schürfwunde am rechten Auge, hat mich dann auf die nächste Geschäftreise nach Korea begleitet... was stellt man mir auch Blumentöpfe in den Weg.

Vorbereitung für unsere Wüstentour waren natürlich 3-4 Stunden Motorstorm auf der PSIII... sehr gute Vorbeireitung - vielleicht hätten wir nur nich an einem Freitag in die Wüste fahren sollen, denn die Wüste gehört den Locals am Wochenende:

Fährt man lange genug, wirds wieder stiller...


Unsere Quads ... kein Unterschied zu Motorstorm:





kurze Pause auf der höchsten Düne









ÜBERLEBT !!!

Montag, 1. Dezember 2008

Szene Mietzen und Wüsten Hasen...



Da sich das Wetter in Dubai nun langsam wieder Temperaturen nähert, die für uns normal Europäer erträglich sind, steigt die Besucherrate in Dubai in den Monaten Oktober bis Dezember an.


Für uns ist das super da auch wir so immer besser unsere neue Heimat kennenlernen. So hat sich dann auch Sabrina bereit erklärt, auf Ihrem Rückflug von Mauritius bei uns einen Zwischenstop einzulegen. Wir haben gemeinsam eine super Zeit verbracht und das ein oder andere Getränk beim BBQ zu uns genommen.

Da Patrick in der Zeit leider arbeiten mußte, habe ich gerne die Programm-Gestaltung übernommen. Klar das es eine ziemliche Mädels-Veranstaltung wurde! Aber neben den obligatorischen Termin bei der Maniküre und dem 6 Stunden Power Shopping Trip in der Mall of the Emirates standen auch eher "kulturelle" Dinge auf dem Programm.

So war u.a. ein Programm Punkt "Wir mischen uns mal unter das hippe Ex-Pat-Volk". Schwupps und da sitzen wir:



Hübsch zurechtgemacht in der sehr coolen 360 Grad Bar. Auf der einen Seite das Burj Al Arab und auf der anderen Seite das schön erleuchtete Jumeirah Beach Hotel.


Am nächsten Tag war jedoch früh aufstehen angesagt, daher haben wir nicht voll aufgedreht und den anderen diesmal die Show überlassen.... das zeichnet wahre Größe eben aus.

Ausserdem war das mal wieder sehr clever von uns, nämlich kurz nachdem wir zuhause ankamen fing es mächtig an zu regnen!! Tja, als Norddeutsche hat man es eben im Blut, wann es Zeit ist zu gehen...;0)

Am nächsten Tag war der nächste "kulturelle" Punkt auf der Liste, nämlich... ab in die Wüste!Und nicht nur so ein "lustiges" rumgeschaukel im Touri Jepps, wo man noch nicht mal selber ans Steuer darf , sondern richtig ab in den Sandund rauf aufs Quad!!!


Diese kleinen 4 rädrigen Gelände-Motorräder sind verdammt schnell und haben mächtig Power. Verständlich das unser Guide Andy einen hohen Sicherheitsstandard einhalten muss, aber warum wir diese albernen "Panzer" anlegen mußten ist uns ein Rätzel geblieben... Wir sahen einfach nur aus wie "Power-Ranger für Arme" ... Aber echte Schönheit... naja genug davon.






Die kleinen 4rädrigen Power Packs hatten wir dann doch recht gut unter Kontrolle und nach einer kurzen Eingewöhnungphase ging es dann los auf die richtig großen Dünen... Ein super Erlebnis!!! Es ist einfach beeindruckend, wenn man oben auf so einer Düne steht und bis zum Horizont nur rote, weiche geschwungene Sandhügel sieht. Wie Wellness für die Augen!



Der Regen und der Sandsturm, der den anderen Szene Mietzen im 360 Grad wohl den Abend verdorben hat, kam uns hierbei richtig zu gute. Keinerlei Fahrspuren von vorherigen Touren waren zu sehen und die Wüste lag vor uns wie gemalt!!!
Auf der Rückfahrt haben wir beiden dann auch gleich beschlossen, dass wir beim nächsten Besuch von Sabrina noch mehr auf die "kulturelle" Aspekte achten werden und einen 3 tägigen Trecking Ritt durch die Wüste absolvieren wollen (ganz "Beduinen Style" allerdings auf dem Pferd!).


Dienstag, 25. November 2008

Panik im Schulbus

Hier ein kurzer Beitrag, den ich bei meinem letzten Frauenverein Besuch aufgeschnappt habe:



Die sog. "Back to School" Season hat gerade angefangen und neue und alte "Expat-Mutti's" bringen ihre liebsten zum Schulbus (bzw. die Lütten werden vor der Tür abgeholt, ähnlich dem amerikanischen System). Die kleinen klettern in den Bus, Mutti winkt und ab geht die Fahrt.



So weit so gut, wären wir nicht in Dubai ... So der Bus ist voll und die Fahrt verläuft reibungslos... nach einer Weile fällt dem ersten Expat Sprößling auf, dass man doch schon seeeehhhrrr lange unterwegs ist und der Weg auch irgentwie komisch ist... ein Expat Sprößling faßt sich ein Herz, greift zum Handy und ruft Mutti an:"Wir wurden gekidnappt!!! Wir werden nicht zur Schule gefahren, sondern biegen gerade Richtung Flughafen ab!!!!"



Große Panik bricht in der Expat-Mutti Community aus, eine Telefonkette wird sofort aktiviert und endet bei der Schulleitung. Diese wiederum setzt sich mit der Busgesellschaft in Verbindung um den Fahrer sofort ausfindig zu machen und schlimmeres zu verhindern. Die Busgesellschaft kennt Ihre Pappenheimer und versucht es erstmal auf dem Handy des Buslenkers... Der geht auch ran...



"Ja, er ist am Flughafen" ...
"Ja es ist Ihm klar, dass da ist nicht die Schule ist"...
"Der Flieger aus Mumbai ist gerade gelandet und seine Familie würde gleich ankommen" ...
"maximal 20 Minuten, dann müßte seine Familie im Bus sein und man könne die Fahrt fortsetzten"

Kann man mal bringen....